Heute war ich noch einmal auf unserer Baustelle. Still steht die St. Johanniskirche da im trüben Winterwetter. Nichts ist mehr zu spüren von der regen Betriebsamkeit der letzten Monate, dem Lärm der Borhämmer oder dem obligatorischen Baustellenradio. Fast könnte man meinen, es gäbe gar keine Sanierungsmaßnahme! Wenn die Kirche nicht noch komplett eingerüstet wäre und wenn man nicht den neuen Anstrich oder die wunderschön restaurierten Stahlsprossenfenster durch das Gerüst hindurch bemerken könnte. Ja, es ist ruhig geworden am Kirchplatz und ich bekomme den Eindruck, dass auch unsere Johanniskirche nun für das Weihnachtsfest bereit ist.
Seit die Sanierung der Kirche im Juli begonnen hat ist viel geschehen. Die Maurerarbeiten sind abgeschlossen, innen und außen. Die Elektroinstallation wurde komplett erneuert, vom Altar bis zu den Glocken. Die 10 historischen Stahlsprossenfenster wurden ausgebaut, komplett restauriert und wieder zurückgebaut. Vom Dach bis zum Boden wurde ein neuer Blitzschutz installiert und die Decke des Kirchenschiffes wurde bis an die Außenmauern gedämmt. Und schließlich bekam die Kirche außen einen komplett neuen Anstrich, inklusive Traufkasten, Ortgangbretter und Fenster in den beiden Nebeneingängen und im Turm.
Vor allem die Maurerarbeiten waren aufgrund des schlechten Zustands des Mauerwerks erheblich aufwendiger als ursprünglich geplant. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden wurde erst nach dem Entfernen der geschädigten Putzfelder ersichtlich. So mussten insbesondere mehr Steine ausgetauscht, mehr Risse saniert, mehr Spiralanker gesetzt und mehr Neuputzflächen angelegt werden. Dies verzögerte nicht nur die Sanierungsmaßnahme insgesamt, sondern erhöht auch die Kosten auf nunmehr 969.347 €. Wir freuen uns daher besonders über die zusätzlich zugesagten EU-Gelder aus dem LEADER Projekt und auch unsere Landeskirche erwägt eine Erhöhung ihres Finanzierungsanteils. Wir sind somit immer noch guter Dinge, dass wir die komplette Kirchensanierung wie geplant durchführen können.
Im Januar geht es dann weiter mit den Malerarbeiten im Inneren der Kirche und ab Februar oder März folgen dann auch die Restaurierung von Altar, Orgelprospekt und Emporen, sowie Tischlerarbeiten an den Türen und die Installation der neuen Beleuchtung. Wir haben also noch einiges vor uns, hoffen aber dennoch auf eine Fertigstellung im Sommer. Wie schon seit Beginn der Baumaßnahme werde ich regelmäßig auf diesen Internetseiten berichten, wie wir mit den Arbeiten vorankommen.
Wie eingangs beschrieben ruht unsere Baustelle aber nun erst einmal für etwa zwei Wochen. Für die vor uns liegenden Feiertage wünscht euch und Ihnen der Vorstand des Fördervereins St. Johannis Hitzacker e.V. eine erholsame Zeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Wem noch ein Weihnachtsgeschenk fehlt, der mag vielleicht über eine Mitgliedschaft im Förderverein oder eine Spende für die Kirchensanierung nachdenken. Informationen dazu befinden sich auf den links angezeigten Seiten. Nicht nur der oder die Beschenkte würde sich darüber sicherlich freuen, sondern auch die Johanniskirche mit ihren schon zahlreichen Unterstützern.